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Synchredible und die Zeitumstellung Sommer/Winter


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#1 AStroebel (ASCOMP)

AStroebel (ASCOMP)

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Geschrieben 06 November 2015 - 13:39

Liebe Synchredible-Anwender,

 

einigen Anwendern mag es schon aufgefallen sein: Synchredible synchronisiert nach der Sommer-/Winterzeitumstellung den Datenbestand zwischen NTFS und FAT/FAT32-Datenträgern einmal neu. Warum das so ist und wie es umgangen werden kann, soll nachfolgend erklärt werden.

 

Die Ursache: Dateien, die auf NTFS-Dateisystemen abgelegt sind, zeigen nach der Zeitumstellung zwischen Sommer- und Winterzeit (in beide Richtungen) ein angepasstes Dateiänderungsdatum an, beispielsweise im Windows Explorer und in nahezu allen anderen Dateimanagern. So hat eine Datei, die im Sommer um 02:00 Uhr geändert wurde, nach der Zeitumstellung zur Winterzeit ein Dateiänderungsdatum von 01:00 Uhr. Dies ist anzeigebedingt, tatsächlich ändert sich der Zeitstempel der Datei nicht.

 

Das Problem: Dateien, die auf FAT/FAT32-Dateisystemen abgelegt sind, zeigen KEIN korrigiertes Änderungsdatum an. Da Quelle und Ziel nun unterschiedliche Zeitstempel aufweisen, möchte Synchredible beide Dateien auf denselben Stand bringen. Schließlich sollen auch die Zeitstempel der zu synchronisierenden Dateien identisch sein bzw. identisch angezeigt werden. Die Verwunderung wäre sonst nach einer Synchronisation groß; warum haben Quell- und Zieldatei unterschiedliche Änderungsdaten?

 

Damit nach der Synchronisation eine identische Anzeige herrscht, wird Synchredible jetzt also die Dateien nach der Zeitumstellung einmalig synchronisieren.

 

Wer das nicht möchte, hat mehrere Möglichkeiten.

 

1.) Die Umformatierung von FAT/FAT32

 

Durch die Umformatierung von FAT/FAT32 nach NTFS haben beide Datenträger dasselbe Dateisystem und interpretieren die Zeitstempel auf dieselbe Weise.

 

- oder -

 

2.) Anpassung der Zeitdifferenz

 

Synchredible ermöglicht über das Hauptmenü "Optionen", "Synchronisation" das Vergeben einer Zeitdifferenz. Diese Zeitdifferenz bestimmt, wie weit (zeitlich gesehen) Quell- und Zieldatei auseinanderliegen dürfen, um noch als "identisch" angesehen zu werden. Erhöht man die Zeitdifferenz auf 3602000, so werden Dateien mit einem sich um maximal eine Stunde und zwei Sekunden unterscheidenden Zeitstempel nicht erneut synchronisiert. Das bedeutet allerdings auch, dass Änderungen, die innerhalb einer Stunde an einer Datei vorgenommen werden, ggf. verloren gehen, wenn zwischenzeitlich bereits synchronisiert wurde.

 

- oder -

 

3.) Nutzung des Archivbits

 

Alternativ kann man auch die Option "Archivbit gesetzt" als Merkmal verwenden, anhand dessen Dateien synchronisiert werden. Die Option ist auf Schritt 3 im Auftragsassistenten zu finden. Die Option "Archivbit entfernen" sollte dann ebenfalls aktiviert werden, damit nach erfolgter Synchronisation die Datei als "archiviert" gekennzeichnet wird und erst nach einer erneuten Änderung wieder synchronisiert wird.

 

- oder -

 

4.) Inhaltsvergleich aktivieren

 

Ebenfalls auf Schritt 3 des Auftragsassistenten kann die Option "Inhaltsvergleich" aktiviert werden. Diese bewirkt, dass zeitlich unterschiedliche Dateien vor einer Synchronisation erst noch auf sich unterscheidende Dateiinhalte geprüft werden. Sind die Inhalte identisch, werden die Dateien übersprungen. Diese Option wird die Synchronisationsdauer allerdings deutlich erhöhen.


Viele Gruesse / Best regards

Andreas Stroebel, ASCOMP Software GmbH




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